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Da kiekste, wa?!

Berlinerisch für Anfänger

Det kleene Wörterbuch der Dicken Wirtin – von der Molle bis zur Berliner Schnauze.

Berlinerisch ist keene Fremdsprache – aber fast. Damit Sie am Tresen nicht nur Bahnhof verstehen, hier das kleine Wörterbuch der Dicken Wirtin. Einfach aufklappen und mitreden.

Molle

Die Berliner Antwort auf „ein Bier, bitte“. Bestellt man am Tresen – am besten mit einem freundlichen Nicken.

Molle mit Korn

Bier und Kornbrand im Doppelpack – der klassische Berliner Feierabend.

Schrippe

Anderswo Brötchen oder Semmel – in Berlin grundsätzlich die Schrippe.

Stulle

Eine Scheibe Brot, ordentlich belegt. Bei uns z. B. als Schmalzstulle.

Bulette

Die Berliner Frikadelle – kommt vom französischen „boulette“, Kügelchen. Hugenotten sei Dank.

Eisbein

Gepökelte, gekochte Schweinshaxe – mit Sauerkraut und Erbspüree ein Alt-Berliner Klassiker.

Kalter Hund

Kein Tier, sondern Kuchen: Schichten aus Keksen und Schokolade, bei uns hausgemacht mit Rum.

Kühle Katze

Der Vetter vom Kalten Hund – unser hausgemachter Kellerkuchen mit Likör.

Fassbrause

Alkoholfreie Limonade vom Fass – erfunden in Berlin, bei uns frisch gezapft.

Kieken

Gucken, schauen. Wie in unserem Hausspruch: „Komm'se rin – könn'se rauskieken!“

Icke

Ich. Dit Wichtigste zuerst.

Dit / Det

Das. „Dit is Berlin“ – mehr muss man dazu nicht sagen.

Wa?

Nicht wahr? Hängt der Berliner gern ans Satzende. Da kiekste, wa?!

Janz

Ganz. „Janz Berlin is eene Wolke“ – ein Gassenhauer von 1908, unser Motto im Footer.

Kiez

Das eigene Viertel – für uns: rund um den Savignyplatz in Charlottenburg.

Berliner Schnauze

Der Ton der Stadt: ruppig, schlagfertig, aber mit großem Herzen. Gibt's bei uns gratis zum Essen dazu.

Übungsstunde gefällig? Die beste Art, Berlinerisch zu lernen, ist immer noch ein Abend am Tresen – bei einer Molle und einer Bulette. Reservieren Sie sich einen Platz – wir üben mit Ihnen. Da kiekste, wa?!